Wie sollte ich mich auf die Rehabilitation vorbereiten?

Man sollte immer ein wenig vorausdenken, vor allem was die Planung der Rehabilitationsphase nach dem Kniegelenk-Oberflächenersatz angeht. Es wird eine Weile dauern, bis Sie sich wieder erholt haben, und dabei ist es wichtig, dass Sie gewisse Vorkehrungen bei sich Zuhause treffen, die Ihnen die Erholung so leicht wie möglich machen. Ausserdem werden Sie sich einige Hilfsmittel anschaffen müssen. Der richtige Zeitpunkt dafür ist vor der Operation, wenn Sie sich noch leichter bewegen können.

Vorbereitung für Ihr Zuhause

  • Da Ihnen das Treppensteigen in den ersten Tagen nach der Operation unmöglich sein oder sehr schwer fallen wird, sollten Sie einen Wohnbereich für sich einrichten, der auf einer Ebene liegt. Suchen Sie dafür möglichst einen Bereich in der Nähe des Badezimmers und der Küche aus.
  • Jede Treppe, die Sie benutzen, sollte ein fest angebrachtes Geländer haben; dies gilt auch für kleine Treppen, wie z. Bsp. drei Treppenstufen, die vor vielen Haustüren zu finden sind. Wenn Sie kein Geländer anbringen können, sollten Sie vorübergehend möglicherweise eine Rampe aufstellen.
  • Schaffen Sie sich Platz, und räumen Sie unnötige Dinge aus dem Weg. Alles, was Ihnen möglicherweise zum Hindernis werden könnte, sollten Sie in Schränken oder Abstellkammern verstauen. Denken Sie immer daran, dass Sie sich mit einer Gehhilfe oder an Krücken laufen müssen.
  • Lassen Sie keine Teppiche unbefestigt am Boden liegen, und legen Sie Elektrokabel, über die Sie stolpern könnten, anderes oder kleben Sie sie am Boden fest.
  • Legen Sie Dinge, die Sie oft verwenden, in greifbare Nähe am besten in Hüft- bis Schulterhöhe.
  • Legen Sie sich einen Vorrat aus gefrorenen Lebensmitteln und Konserven an, um sich das Kochen zu erleichtern.

Spezielle Hilfsmittel

Folgende Hilfsmittel können Ihnen die Erholungsphase Zuhause erleichtern:

  • Stütz-/Haltegriffe. Diese Griffe werden Ihnen helfen, ohne Sturzgefahr in die Dusche oder Badewanne ein- und auszusteigen. Ein Physiotherapeut kann Ihnen sagen, wo diese am besten angebracht werden.
  • Eine Toilettensitzerhöhung oder eventuell ein Toilettenstuhl, den Sie neben dem Bett stehen lassen können. Dies wird Ihnen den Toilettengang nach der Operation erleichtern. Sie erhalten sie im Internet oder in Sanitätshäusern.
  • Einen verstellbaren, wasserfesten Duschsitz oder -stuhl, mit dem Sie im Sitzen duschen können.
  • Gehhilfe, Krücken oder Gehstock. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Lösung für Sie am besten wäre. Üben Sie dann bereits vor der Operation, sich damit Zuhause zu bewegen.
  • Ein schnurloses Telefon, das Sie überall im Haus mitnehmen können. Es bietet somit mehr Unabhängigkeit und Sicherheit.
  • Eine Greifzange. Damit können Sie Dinge vom Boden aufheben oder über Kopfhöhe befindliche Dinge erreichen, ohne sich bücken oder strecken zu müssen.
  • Ein kleiner Korb. Diesen können Sie am Gehgestell befestigen, um im Haus leichte Dinge von einem Ort zum anderen zu transportieren. Seien Sie aber vorsichtig, und laden Sie den Korb nicht zu voll, da das Gehgestell sonst umkippen könnte.
  • Ein Bademantel mit tiefen Taschen. In den Taschen können Sie auch kleinere Dinge transportieren.
  • Ein Nachthemd. Dies können Sie leichter als ein Schlafanzug an- und ausziehen, ohne sich beugen zu müssen.
  • Ein Sockengreifer. Dieses Gerät hilft beim An- und Ausziehen von Socken, und Sie müssen sich nicht bücken.
  • Schuhe oder Hausschuhe zum Reinschlüpfen. Das Schuhebinden wird Ihnen zunächst schwer fallen. Wählen Sie aber gut sitzende Hausschuhe, so dass Sie beim Gehen nicht herausrutschen und stolpern.
  • Einen höhenverstellbaren Fernsehsessel. Um sich das Aufstehen und Hinsetzen zu erleichtern, sollten Sie den Sessel auf einen Holzsockel mit einer Höhe von ungefähr 10 cm stellen (wobei jedoch sichergestellt sein sollte, dass der Sessel einen sicheren Stand hat).